Ali Veli Kurpark Part 2 Die sind auch so krass mit denen, also dass du immer wieder interviewt wurdest jetzt über die Jahre. Ich wurde sehr viel. Ich war letztens tatsächlich in Bagd der Heide mit deinem Vater sogar. Oha. Ja, also die haben mich nach Beide, ich war da im Stadthaus, da waren sehr hohe Leute. Und dann habe ich da erst mal, also die haben mich auch gefragt, wie das alles lief und so haben die mich sehr viele sagen, so wie ihr jetzt beide gefragt. Habe ich geantwortet. Da haben wir es dann mit dem was gegessen, getrunken. Also da war ein Bürgermeister mit Polizeischutz und so, alles. Also das war ein volles Programm. Die haben mich tatsächlich jetzt wieder in die Schulen eingeladen, im Gymnasium. Und auch in Bagdah Heide und in Lübeck haben die mich auch eingeladen, ins Rathaus jetzt . Da fahre ich mit Evens hin. Kennst du bestimmt, Evens? Ja, kenne ich. Also ja, also wie gesagt, die laden immer ein und gehe ich da hin, ein bisschen was erzählen. Also fragen die immer nach. Das Gute ist ja, dass ich da bin als jemand, der jetzt nicht im Haus gelebt hat, und ein bisschen türkische Community-Perspektive danach erzählen kann, auch als junger Mensch. Wisst ihr, was für mich immer komisch war oder spannend war? Wir sind ja gut zusammen, mehr oder weniger zusammen groß geworden. Alle, wir waren bei denen zu Hause, wir waren bei euch zu Hause. Dann werde ich irgendwann so 14, 15 und bin hier beim Verein mit Leben bei diesem Theaterprojekt. Und höre davon, dass es Brandanschläge gab. Das wusste ich natürlich. Mama, Papa haben das zwischendurch mal erzählt . So halt wie auf einfache Kindersprache. Es gab Nazis, die haben ein Haus angezündet, da ist jemand gestorben. Und da fängt er schon an, ein Haus. Bruder, ich wusste einfach nicht, dass das zwei Häuser sind. Dann arbeite ich hier beim Projekt und an den Tagen, wo du, ich glaube, die hatten dich auch eingeladen. Da war es so ein bisschen erzählt hast, war ich nicht da. Das war ein Wochenende, wo ich nicht konnte . D.h. Da ist das sogar im Projekt teilweise an mir vorbeigegangen, bis ich erst gecheckt habe, so richtig auch mit unserem Interviewprojekt und so weiter, auch als ich meinen Vater gefragt habe. Du weißt, mein Vater ist so Lexikon. Er weißst immer noch die Namen. Wer ist mit wem verwandt. Auf einmal zu checken, Aliam ist einfach jemand, der in diesem Haus gelebt hat, in dem zweiten Haus der Razoga Straße. Habi hat das als Kind überlebt und so weiter. Schock. Also auch immer, wenn wir bei denen zu Besuch waren oder auch bei euch, war das nie Thema. Und wenn, dann war ich Kind und im Kinderzimmer. Aber ich glaube nicht, dass die Erwachsenen dort saßen und darüber geredet haben. Man hat eine Mischung aus einfach vergessen und das war nicht mehr relevant, dass wir nicht mehr Thema. Wir waren auch bei euch sehr oft zu Hause. Deswegen denke ich auch heute, und das ist eigentlich traurig, weil das dadurch geht, dasgessen und verloren, die neue Generation, deine Enkelkinder, wissen vielleicht gar nichts mehr darüber. Was Opa erlebt hat. Ganzen. Aber das war's dann. Und das war's dann noch. Deswegen ist die aktuelle Perspektive der türkischen Community, so wie ich sie einschätze, das Thema ist nicht mehr so relevant für uns. Es ist ein Teil unserer Geschichte. Es ist traurig, wir haben dort Menschen verloren, die die ganze Stadt geschätzt und geliebt hat. Gerade so viel Gründe. Ich finde, das ist noch nicht vergessen in den Schulen. In den Schulen nicht genau. Das ist gut. Also, ich war in Berufsschule, ich habe da mit den Schülern Referate gemacht, die haben Referate, die haben tatsächlich richtige Hausaufgaben gemacht über Geschichten. Ich saß mit den Schülern, also mit Berufsschülern, die haben mich Sachen interviewt, gefragt und die haben tatsächlich darüberbeiten geschrieben und haben super Noten bekommen. Das ist doch Zweck der ganzen Geschichte. Gewesen. Nicht anderes. Also die rufen mich wirklich sehr oft noch in die Schulen. Und weißt du, was ich halt nur meine? Genau. Und von da ist das Interesse da, das ist gut. Aber türkische Perspektive ist, frag mal Tunay. Was ist ja dein Neffe? Ja, von alle oder so. Genau. Das ist ein Neffe sogar, würde ich sagen, oder? Das ist dein Cousin. Ah, stimmt, er ist dein Dings ist dein Onkel, wenn dein Frag ihn mal, was er dazu weiß. Er wird dir nicht so viel erzählen können, wie vielleicht dieser Berufsschüler, der sich da eingelesen hat, der Leute interviewt hat. Und das ist so ein bisschen traurig. Irgendwann seid ihr nicht mehr da, bin ich auch nicht mehr da. Dann wissen die Leute gar nicht mehr so viel darüber. Deswegen können wir froh sein, dass wir diese Projekte haben und das Stimmen aufhalten. Von Anfang an auch. Wie soll ich sagen, mein Gedanke gewesen oder mein Wunsch gewesen, dass nicht nur am 23. November irgendwelche Leute da ein Mikrofon in die Hand nehmen und dann. Politik machen, sondern dass die Kinder und die Jugendlichen sich wirklich damit auch beschäftigen, dass sie sich damit auch auseinandersetzen, dass sie von vornherein gleich im jungen Alter wissen, was passiert ist. Das ist doch das Schöne an der ganzen Geschichte.